Auf die Belastungen durch Heben und Tragen ist der menschliche Körper nur ungenügend eingerichtet. So können Hebe- und Tragearbeiten zu vorzeitigen Abnutzungserscheinungen des Stütz- und Bewegungsapparates beitragen, die sich dann in Form von Rückenbeschwerden äußern können.
Bitte lesen Sie die folgenden Hinweise, um anfallende Hebe- und Tragearbeiten bewusster durchzuführen und so Schädigungen vorzubeugen oder sie in Grenzen zu halten.
Um Überbeanspruchungen und daraus resultierende Gesundheitsschäden zu vermeiden, sollten Sie:
Hilfsmittel verwenden: Immer, wenn es möglich ist, Hilfsmittel wie Hebehilfen, Tragegurte, Tischwagen oder Hubkarren zum Transportieren schwerer Lasten verwenden.
Schwere Lasten vermeiden: Die eigene Kraft nicht überschätzen und Lasten lieber aufteilen und in mehreren Teilen transportieren. Nicht teilbare schwere Lasten zu zweit tragen.
Bringen Sie den Körper möglichst nahe zum Gegenstand.
Die Füße stehen hüftbreit in stabiler Ausgangsposition, die Beine bis ca. 90° beugen.
Durch Kippen des Beckens den geraden Oberkörper nach vorne beugen.
Die Last gleichmäßig durch Strecken im Hüft-, Knie- und Sprunggelenk anheben, dabei die Bauchmuskulatur anspannen.
Das Absetzen einer Last geschieht in umgekehrter Reihenfolge.
Tragen Sie Lasten möglichst körpernah, denn dadurch wird die Belastung etwas reduziert.
Falls möglich: Verteilen Sie die Last auf beide Arme. Halten Sie Ihren Rücken möglichst gerade.
Verdrehungen des Oberkörpers und ruckartige Bewegungen erhöhen die Belastung der Wirbelsäule massiv. Ändern Sie Ihre Bewegungsrichtung immer über ein Drehen des ganzen Körpers mit den Füßen, d.h. drehen Sie den ganzen Körper durch Schritte in die Bewegungsrichtung.
Überprüfen Sie generell auch Ihre Tätigkeiten im Haushalt auf rückengerechtes Verhalten (siehe die beiden Abschnitte oben).
Befinden sich Arbeitsflächen (Küche, Bad, Bügeltisch, etc.) in der richtigen Höhe? Die richtige Arbeitshöhe liegt 5-15 cm unter Ihrem Ellbogen.
Die Informationen auf diesen Seiten dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Die hier dargestellten Informationen sagen nichts darüber aus, ob und inwieweit die Kosten für eine Behandlung oder ein Hilfsmittel von Ihrer Krankenkasse übernommen werden.
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