Wissenswertes

Alle Informationen zum Thema Rückenschmerzen

Was Sie über (Rücken-)Schmerzen wissen sollten

Wussten Sie, dass ...

... Nacken- und Rückenschmerzen zusammenhängen?

Personen, die über einen längeren Zeitraum Rückenschmerzen haben, bekommen irgendwann auch Nackenschmerzen. Selbiges gilt auch für Personen, die zuerst Nackenschmerzen haben und zu einem späteren Zeitpunkt auch Rückenschmerzen bekommen.

... Schmerz ein Informant ist, welche Bewegungen/Belastungen für das Gewebe nicht gut sind?

Er informiert das Gehirn über bestehende oder drohende Schädigungen, damit diese Bewegungen vermieden werden können. Dazu wird die Reizschwelle für solche Informationen in den Nervenzellen im Gehirn abgesenkt, um diese Reize früher wahrnehmen zu können. Wenn das Gewebe nach einigen Wochen geheilt ist, wird die Reizschwelle wieder heraufgesetzt und das Gewebe ist nicht mehr so empfindlich. Manchmal wird aber die Reizschwelle nicht wieder heraufgesetzt, die Schmerzhaftigkeit bleibt, ohne dass dem Gewebe eine Schädigung droht. In diesem Fall spricht man von chronifizierenden Schmerzen. Das bedeutet, der Schmerz hat seine Warnfunktion verloren, es gibt keine schmerzhaften oder verletzten Strukturen, sondern das Gehirn ist dermaßen sensibilisiert, dass normale Bewegungen als schmerzhaft interpretiert werden. Wichtig zu realisieren: es gibt keine Schädigung mehr (auch wenn die Bewegung weh tut)!


Faktoren, die eine Chronifizierung begünstigen sind:

  • Bewegungsvermeidungsverhalten
  • Angst vor Bewegung und verminderte alltägliche Aktivität
  • Angst vor noch stärkeren Schmerzen
  • Psychische Belastungen (Depression, psychischer Druck, z.B. im privaten, familiären oder beruflichen Umfeld)
  • Zuviel negativer Stress
  • Das Vorhandensein einer Überzeugung, dass der Rückenschmerz gefährlich und evtl. dauerhaft schwer beeinträchtigend ist
  • Die Überzeugung, dass man selbst keine Möglichkeit hat den Schmerz zu kontrollieren
  • Die Tendenz zu schlechter Stimmung und Rückzug vom sozialen Umfeld
  • Die Erwartung hauptsächlich passiver Behandlungen im Gegensatz zu der Überzeugung, dass aktive Mitarbeit hilfreich sein wird.

Rechtliche Hinweise

Die Informationen auf diesen Seiten dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Die hier dargestellten Informationen sagen nichts darüber aus, ob und inwieweit die Kosten für eine Behandlung oder ein Hilfsmittel von Ihrer Krankenkasse übernommen werden.

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